Beiträge von 4carlos

    Wenn Du nicht weißt wie man Tor nutzt und zu was das gut ist, dann lass es lieber. In der Tat erhöht sich das Risiko drastisch dass Passwörter abgegriffen werden. Es ist nur ein (grob gesagt) "Anonymisierungsdienst", der durch häufiges Umleitung der Daten über viele Nodes die eigene IP verschleiert. Da viele Nodes dort von diversen Geheimdiensten und fragwürdigen Vereinigungen eingerichtet sind die schamlos mitlesen, muss man selber aktiv für die Verschlüsselung sorgen. Keine Daten sollten unverschlüsselt dort durch gehen. Selbst surfen per https ist ist ein hohes Risiko, da alle G-Dienste sich selbst Zertifikate ausstellen um Browser über die Echtheit der Verbindung zu täuschen. Über Tor zu seinem Lieblingsshop oder -forum zu browsen und sich dort anzumelden ist purer Leichtsinn wie auch unbedarftes mailen ohne zuvor den Inhalt zu verschlüsseln. Nebenbei ist das surfen wegen der häufigen Umleitungen dort spürbar langsamer.


    Gibt einiges an seriösem Lesestoff im Netz wie man Tor richtig benutzt, wozu es dient und das ist alles nicht trivial. Für das tägliche surfen ist das viel zu kompliziert und für den Anwender, der das mal ebenso ohne Theorie nutzt, eher eine Falle. BTW. Es ist schade, dass Tor oft mit Kriminellen in Verbindung gebracht wird, das wird dem Anliegen des Netzwerks nicht gerecht.

    zu 2 /

    ? in wie weit macht sich die Weitergabe der Daten im Leben eines Privat-Einkäufers
    bemerkbar?

    Naja, nicht direkt und nicht offen und es gibt m.W.n. keinen nachgewiesenen Fall, der vor Gericht zugelassen wurde. Es zeigt nur das Dilemma dem Thema beizukommen. Dennoch sind Folgen keine Hirngespinste.


    1. Anonymisierung der Daten : Diese Behauptung ist absurd. Bsp. eine Stadt mit 120.000 Einwohnern, Geburtsdatum bekannt, Geschlecht bekannt, Wahrscheinlichkeit liegt schon bei 43%. Kommt noch ein weiteres Merkmal hinzu wie z.B. der Familienstand, liegt man bei 93% Wahrscheinlichkeit die Person identifiziert zu haben. Dadurch dass Firmen untereinander die Daten tauschen, kommen noch mehr Merkmale hinzu und 100% sind schon nach 5-6 Merkmalen erreicht.


    2. Was geschieht damit? Weiß niemand, weil Konzerne das als Geschäftsgeheimnis betrachten und sich nicht dazu äußern. Sicher ist, dass sie durch eigene und dazugekaufte Sammlungen ein recht umfassendes Bild über die Person und deren Details verfügen. Was zumindest im Internet spürbar ist, ist die personalisierte Werbung, die jeder untergeschoben bekommt. Ich habe ein Ledersofa gesucht und bekomme wochenlang Werbung von Möbel-OTTO. Das ist eines meiner persönlich erlebten Lieblingsbeispiele. Es geht aber noch lästiger. Shops haben Apple-Usern vorrangig hochpreisige Artikel an erster Stelle angeboten. Annahme ist, die haben das Geld locker. Diese Praxis ist inzwischen verboten. Das bisschen Spam im Mailordner ist doch nur die Spitze des Eisberges.


    Je nach Schwerpunkt der Datensammlung interessieren sich viele dafür. PayBack liefert Aufschluss an Krankenkassen über die Lebensweise und für andere Versicherer ebenfalls. Das hat Einfluss auf die Höhe der Beiträge bis hin zum Ausschluss, potentielle Vermieter nehmen Abstand, potentielle Arbeitgeber legen die Bewerbung zur Seite usw.... Die SchuFa ist wohl das bekannteste Beispiel. Das Scoringsystem entscheidet über die Solvenz und Vertrauenswürdigkeit, einen Kredit und über die Höhe der Zinsen - oder auch Ablehnung. Die SchuFa wird von vielen befragt. Das ist bereits seit Jahren gängige Praxis. Allgemein lässt sich feststellen, dass jede Art der Sammlung für die Person schädlich sein kann. 1 einziger falsch zugeordneter Datensatz kann über Wohl und Leid entscheiden. Es gibt keine menschliche Kontrollinstanz, die das rückgängig machen würde. Und das Entscheidende ist, niemand MUSS sich rechtfertigen, wenn eine Entscheidung aufgrund elektronischer Verarbeitung getroffen wurde. Andere Gründe werden vorgeschoben um nicht per Diskriminierungsklage angreifbar zu sein.


    Grundsätzlich gilt, was interessiert sich ein PayPal-Partner in Timbuktu und sonst wo für meine Transaktion? Ich habe mit dem keinerlei Berührung, außer dass PayPal sich von denen bezahlen lässt und ihnen alles rüber schiebt. Kann mir doch egal sein? Wahrscheinlich nicht wenn man darüber nachdenkt, denn niemand weiß, was die damit anstellen. Außerdem, je mehr Hände Daten durchlaufen, desto mehr Fehler werden enthalten sein. Am Schluss steht ein falsches Bild, dass einem das Leben zur Hölle werden lässt. NIEMAND kontrolliert das und weil wir nicht wissen dass solche Datensätze existieren, können wir weder korrigieren noch anderweitig eingreifen.


    Häufige Beobachtung in den Öffis: 3/4 aller Mitfahrer datteln und chatten per Telefon des Morgens. Stiert man neugierig darauf oder blickt über die Schulter, wird sich unter bösen Blicken sofort weggedreht. Der Mensch schützt seine Geheimnisse vor den Blicken anderer. Dieses angeborene Verhalten wird ausgehebelt, wenn es versteckt betrieben wird. Niemand scheint etwas dagegen zu haben, wenn Apps mitsniffen und Daten ausleiten denn alle wissen das. Wo ist jetzt der der Unterschied wenn ein Einzelner über die Schulter blickt oder eben viele die Daten frei zugesandt bekommen?


    Erklär mir einer die Menschen. Sobald etwas unsichtbar ist, tritt Sorglosigkeit ein. Es gilt, alles schändliche dass ich mir vorstellen kann, tun andere ohne zu zögern.

    bei mir bockt der k9 client auf dem jolla1 -
    er vermeldet irgend welche Zertifikats-Probleme -


    Ich habe auf J1 + XA2 die K9 Version 5.600, d.h. auch die aktuelle von F-Droid. MinimalDroid ist für K9 AndroidAPI = 15. Das entspricht Android 4.0/4.0.3.


    Die Zertifikatsprobleme verursacht wohl Dein Provider? Mit T-Online.de habe ich auch 1x so eine Meldung pro Jahr. Gibt ne Meldung, funktioniert aber trotzdem. Die Meldung verschwindet dann nach ein paar Zugriffen wieder. Hat wohl mit der Verschlüsselung SSL/TLS zu tun.

    3 Dinge fallen mir da ein:


    1. Deaktiviere mal alle Konten nach und nach die Du hast und schaue nach, welches den Traffic verursacht. oder

    2. Aliendalvik anhalten (Einstellungen/Androidunterstützung/Anhalten), oder

    3. Falls Du DroidenApps installiert hast, verbiete denen den Hintergrundbetrieb (Einstellungen/Apps/*appname*/Starten von Hintergrunddiensten...erlauben) deaktivieren.


    NetHogs funktioniert leider nicht mehr auf dem XA2, sonst wäre die Suche einfach.


    Edit: Anstelle NetHogs gibt es noch die Terminalvariante. Siehe hier :


    https://together.jolla.com/que…wer=185155#post-id-185155

    Opera bohrt richtig dicke Bretter


    Bildschirmfoto_20190905_002.pngBildschirmfoto_20190905_001.png


    Opera ist richtig "kostenlos". Da zanken sich die Tracker richtig wer zuerst senden darf :thumbsup:


    Ich vermute mal, dass inzwischen alle aktuellen Titel hemmungslos abgreifen. Das ist ja der Zweck der Übung. Dieses ganze Gesülze mit "Adblockern" in der App ist eine einzige Farce.


    WebCat ist nicht schlecht, hatte den auf Jolla 1. Was mich daran störte ist, dass der eine eigene Qt5-Lib benutzte und nicht die von Jolla mitgelieferte.

    Welchen Browser nutzt du denn pers. auf dem Sailfish-OS Knochen ( sony-X? Knödel ) ?
    den Hauseigenen von jolla oder einen Alternativen

    wird der pirate-Browser noch weiter entwickelt ? Nur so neben bei mal nachgefragt -


    Der Hauseigene sfOS-Browser reicht mir pers. völlig aus

    Auf dem Jolla und dem xa2 eigentlich den nativen Browser. Seiten, die mich aussperren, lasse ich links liegen.

    Aha? Gestern FF Klar aktuell aus Google Play geholt und exodus hat den GeckoTracker gefunden.


    Wo hast Du Deine apk her?


    Edit: Du hast scheinbar Aurora benutzt? Die zeigt Tracker nicht zuverlässig an und für FF Klar = 0. Dem ist aber nicht so. Wird FFK installiert und exodus außerhalb des Stores drauf los gelassen, zeigt er Tracker = 1.


    Im ManifestFile von FF Klar steht der auch drin. Pustekuchen mit Privacy. Mozillamitarbeiter haben auch Hunger.

    Meine Haltung dazu: Egal welche Distribution genutzt wird, jede dem Windows entrissene Seele ist eine gerettete. Glücklicherweise kann jeder sich ein Linux nach seinem Gusto wählen. Windows hingegen bedeutet "friss und stirb".

    Deswegen benutze ich auch kein FF auf einem Phone. Die "googlefreie" Version enthält weiterhin die beiden Tracker von Adjust und Leanplum. Der 3. Tracker (Firebase) wird durch Mozillas eigenen Geckotracker ersetzt.


    Was sammelt Adjust?

    https://github.com/mozilla-mobile/fenix/wiki/Adjust-Usage


    Was sammelt Leanplum?

    https://github.com/mozilla-mob…x/blob/master/docs/mma.md


    Was sammelt der Gecktoracker?

    https://apkscan.nviso.be/repor…a61e9efd2ef54a14a7308bb96


    Was macht den Geckotracker sympathischer als Google Firebase Analytics?


    GFA ist zusätzlich in der Lage auch innerhalb einer App mitzutracken. Jede Eingabe und Aktion kann registriert werden. Firebase brüstet sich damit lautstark und bietet Werbekunden das Blaue vom Himmel an. Gecko verfolgt solche Ziele nicht. Insofern ist die Geckoversion für mich der klare Gewinner.


    Dass überhaupt so was eingebaut wird, ist der Hammer, aber damit sind wir wieder beim Thema KOSTENLOS und darf SFOS was kosten?



    Wer einen anderen als den nativen Browser braucht und einen Droiden nutzen möchte, sollte sich mal den FOSS-Browser in F-Droid anschauen. Der ist diskret, flink und auf der Höhe der Zeit.


    https://f-droid.org/en/packages/de.baumann.browser/

    Das deckt nicht mal die Hälfte der Kosten (Gehälter, Equipment, Energie, Miete, Wagnis+Gewinn...) die Jolla haben dürfte - zumindest wenn man die vorhandenen Gruppenfotos heranzieht um die Unternehmensgröße abzuschätzen. Die sind unterer Mittelstand nach unseren Maßstäben. So richtig leben kann man davon nicht. Wenn man bedenkt, dass eine "echte" Mailadresse bei den Datenhändlern ca. 3€ einbringt und sich zusätzlich noch ne Telefonnummer + Adresse dranhängen lässt, bist Du pro Datensatz bei ca. 20€. Das multiplizierst Du mit x Kunden, dann.... wundert es mich nicht, dass Jolla nie richtig aus dem Knick kommen wird. Datenhandel ist wirklich das Öl der Gegenwart und der Zukunft.