Hat Jolla noch eine Zukunft - oder wird Jolla den Hahn zudrehen und den Laden komplett zu sperren ?

  • Guten Tag

    hätte mal eine generelle Frage - da Jolla sich sehr bedeckt hält und kaum kommuniziert, stellt sich die Frage,
    wie es mit
    JOlla generell weiter geht ?

    Hat Jolla überhaupt eine Zukunft oder wird das ganze Projekt irgend wann mal in paar Monaten komplett
    eingestampft ?


    Wie ist denn der Stand bei Jolla aktuell - Haben die noch Investoren, welche den Laden supporten oder wurde
    den Jolla-Dudes schon der Geldhahn abgedreht ?

    Finde nur alte ct/heise Berichte - aber keine aktuellen Informationen, wie es mit Jolla weiter geht.

    Selber rätselt man, ob man sich ein Sony 10 II sich anschaffen soll oder gleich zu einem iphone
    schwenkt.




    ps. warum experimentiert + reitet Jolla verschärft auf dem Android-Kram herum und generiert
    keine nativen sailfishOS-Programme, welche zumindest Standard-Anwendungen erfüllen ?

    ....kein gescheiter Musik-Player oder Taschenrechner ohne Klammer-Funktion, keinen sauber

    funktionierenden Nextcloud-Client ....
    oder ein Mail-Client der eher bescheiden als geil ist ?


    Warum fokusiert Jolla sich nicht auf Sailfish-Programme und lässt den ganzen Android-Dreck

    einfach weg ?

  • Welcher Geldhahn wird zugedreht ?


    Na die suchen doch schon nach alternativen Einnahme Quellen. Und das geht n Stück weit mi ihrem Android app-support.


    Für die Auto-industrie wäre ein Support für SfOS uninteressant. (Aber cool 😉)

  • ...eine russische Telekommunikationfirma war am 01.03.2022 wohl immer noch Hauptanteilseigner.

    Geschäfte werden aber wohl schon länger nicht mehr mit den Russen gemacht.

    Ich habe den betreffenden Artikel maschinell übersetzen lassen und füge den Link dann unter der Übersetzung ein. Wo es bei Jolla wohl gut läuft, ist tatsächlich die Automobilindustrie (Daimler)


    Hier die deutsche Übersetzung:

    Jolla, ein finnisches Startup, das eine Linux-basierte Alternative zu Googles Android entwickelt, die zuvor von den russischen Behörden übernommen wurde, versucht, sein Unternehmen umzustrukturieren, um Links zum russischen Staat abzuschaffen.

    Wir haben uns Anfang dieser Woche an das Startup gewandt, um zu fragen, ob es in Bezug auf den Einfluss drohender EU-Sanktionen gegen Russland involviert ist – da es seit 2018 das russische Telekommunikationsunternehmen Rostelecom als strategischen Investor zählt.

    „Wir haben das Geschäft und die Exporte nach Russland bereits im Jahr 2021 heruntergefahren“, sagte CEO und Mitbegründer Sami Pienimäki gegenüber TechCrunch. „Somit würden sich die potenziellen Tech-Sanktionen nicht mehr auf das Geschäft von Jolla auswirken. Parallel dazu wächst Jolla besonders schnell im Automobilsektor und hat bereits einen erheblichen Teil unserer Einnahmen im Jahr 2021 ausgemacht.“

    „In Bezug auf die Eigentumsverhältnisse ist das richtig, und etwas, das wir in diesem Jahr neu strukturieren wollen“, bestätigte er zusätzlich.

    Sailfish ist seit 2016 in Russland für Präsidentschafts- und Unternehmenszwecke lizenziert.

    In den nächsten 12 Monaten wird sein einheimischer Lizenznehmer da draußen, eine Organisation namens Open Cell Platform, auf der jährlichen Cell World Congress-Konferenz freudig ein „völlig Google-freies“ Debüt-Sailfish-Gadget für den russischen Markt ankündigen.

    Dann, im Jahr 2018, berichtete die russische Presse, dass Rostelecom eine behördliche Genehmigung für den Erwerb einer 75-prozentigen Beteiligung an Open Cell Platform und einem Unternehmen namens Votron suchte, von dem berichtet wurde, dass es eine Mehrheitsbeteiligung an Jolla besitzt. Und diese Transaktion scheint der Grund dafür zu sein, dass das russische Telekommunikationsunternehmen – das sich teilweise in Staatsbesitz befindet – zum größten Inhaber von Jolla-Aktien wurde.

    Es ist jedoch eine Besitzkonstruktion, die Jolla jetzt als nicht tragfähig bestimmt hat – eine „schwierige Situation“, die sie impliziert, hat ihre Möglichkeiten zur Entwicklung in Europa behindert.

    Allerdings erklärte Jolla auch 2019, dass es den Großteil seiner Macht auf den russischen Markt konzentriere – mit ziemlicher Sicherheit aufgrund seiner Besitzverhältnisse mit Russland. Es ist also eine enorme Umkehrung für das Unternehmen, nur ein paar Jahre später alles herauszuziehen.

    Obwohl Jolla im letzten Sommer eingeführt wurde, hatte es zuletzt die Rentabilität erreicht (im Jahr 2020). Und laut Pienimäki stieg das Lebenseinkommen in den letzten 12 Monaten außerhalb des russischen Marktes.

    In einer Ankündigung auf LinkedIn, während wir sprechen (auf Finnisch), hat Samuli Simojoki, der Vorstandsvorsitzende von Jolla, seinem neuen Ziel, sich von Russland zu distanzieren, zusätzliches Fleisch auf die Knochen gegeben – und angedeutet, dass man hofft, einen Käufer für den Rostelecom-Anteil zu finden , zweifellos aus der Automobilbranche, oder vielleicht mit Hilfe der finnischen Behörden (falls vorhanden).

    „Putins Invasion in der Ukraine zwingt jeden von uns, seine eigenen Handlungen in Bezug auf Russland zu bewerten“, schreibt Simojoki [übersetzt aus dem Finnischen mittels maschineller Übersetzung].

    „Es wäre leicht zu sagen, dass Sie nicht für ein Unternehmen arbeiten wollen, an dem der russische Staat indirekt so stark beteiligt ist. Jolla hat seit einiger Zeit nach einer Aktionärsstruktur gesucht, die eine ausgewogene Eigentümerstruktur bietet und den russischen Besitz deutlich reduziert … In der neuen Situation ist klar, dass das Unternehmen ohne eine vollständige Veräußerung des russischen Eigentums keine Zukunft hat.“

    Simojoki sagt weiter, dass Jolla sein russisches Unternehmen im Laufe der letzten 12 Monate bereits aktiv heruntergefahren hat – und „keine Einnahmen aus Russland erzielen wird“.

    „Die einzige Verbindung ist daher das Eigentum“, fährt er fort und fügt hinzu: „Das Unternehmen hat einige interessante Geschäftsmöglichkeiten sowohl in der Automobil- als auch in der Arbeitssystembranche. Mehrere europäische Nationen haben lange angedeutet, dass sie sofort eine Zusammenarbeit eingehen könnten, sobald der Besitzstand behoben ist.

    „Das Unternehmen führt zu diesen Punkten einen kontinuierlichen und konstruktiven Dialog mit den Vertretern der finnischen Behörden. Einer der wichtigsten Weggefährten von Jolla Oy ist Daimler, und in Jollas Verwaltungsrat sitzt ein Daimler-Berater. Wir haben in diesen Tagen einen ständigen Dialog mit Daimler in Bezug auf das Szenario geführt, und die Illustration von Daimler auf der Tafel kann beibehalten werden.

    „Ziel ist es daher, das Unternehmen durch die oben beschriebene Eigentümerstruktur zu retten.“

    Ein Grund, warum Jolla die Neugier der Automobilbranche wecken könnte, ist ein brandneues Produkt, das es im letzten Jahr auf den Markt gebracht hat und das sich auf Branchen konzentriert, die eingebettete Linux-kompatible Plattformen (wie Automobilhersteller) verwenden. Dieses Produkt von AppSupport für Linux-Plattformen ermöglicht solche Techniken zum Ausführen von Android-Apps, ohne dass Googles persönliche Fahrzeugauswahl lizenziert werden muss.

    -> Link


    -volker-

  • Zu gut deutsch : was genaues weiß man nicht. Selbst wenn das Russlandgeschäft abgewickelt wird, kann das Abenteuer Telefon-OS immer noch stillgelegt werden , da es nicht gewinnbringend ist oder für die anderen Geschäftsfelder von Nutzen . Wie bei so vielen Firmen in der Geschichte hat das heutige Geschäft nichts mehr mit dem Gründungsgeschäft zu tun ( z.B. Opel - Nähmaschinen oder Facebook - soziales Netzwerk ). Ich lass mich überraschen und hoffe das Beste.

  • Lineage OS ist für mich "nur " eine fork von Android . Bitte nicht falsch verstehen. Sobald eine neue Androidversion erscheint, zieht lineage nach. Wenn google morgen aufhört Android weiter zu entwickeln, würde lineage wahrscheinlich nach paar Jahren mehr Entwicklung betreiben müssen als heute . Jolla macht sein eignes Ding genau wie ubuntu. Der eine bezahlt seine Leute mit selbst verdienten Geld der andre über Spenden . Nicht zuvergessen die jeweilige community . Wer in android, lineage ,e, ios usw seine Erfüllung findet , hat meinen Segen. Ich mag android nicht und würde im Zweifel ubuntu den Vortritt lassen.

  • Nein, hab ich nicht falsch verstanden, sollte auch kein Loblied auf Lineage sein. Es ist für mich nur mit dem XA2 ein System das ohne jegliches Google gut läuft. Das ist mein Beweggrund, mag sein, dass sie klonen und den Google Anteil entfernen.


    Ubuntu spielt für mich in der Liga mit Sailfish, es ist immer wieder nicht so glatt wie es für den täglichen Gebrauch sein sollte. e ist viel zu löchrig und ios, nein danke. Wenn das Geld keine Rolle spielen würde käme GrapheneOS auf ein neues Smartphone.

  • Hier nochmal eine andere Zusammenfassung/Ausblick der mittlerweile 10-jährigen Geschichte Jollas.

    Der Artikel ist von August 21/übersetzen müsst Ihr selber.

    (...mit aktiven uMatrix wird der Link geblockt - ihr habt aber bestimmt auch einen 'freien' (ohne Addons) Browser zur Hand, oder ihr schaltet uMatrix kurz ab).

  • Ich möchte hier nicht mehr reindeuten, aber Jolla Angestellte haben mir gesagt die Mercedes Kooperation ist "eng". Only time will tell.


    Das wichtigste was Jolla SailfishOS hat, ist eine Community die schon mal das Ende einer Firma überdauert hatte. Wahrscheinlich würde das sogar einige heutige Komplikationen frei werden, man mehr mit den anderen aufkommenden Linux-Phone-Software-Projekten auf Kooperation setzen und die durch SailfishOS Jolla festgefahrenen Problempunkte schnell pragmatisch lösen können.